
Cultural Game Jam
Kultur spielerisch erleben – In diesem anpassbaren Workshop entwickeln wir transformative Spiele und interaktive Erlebnisse, die Traditionen, Identitäten und Erfahrungsweisen durch praktisches Gestalten bewahren. Verfügbar in verschiedenen Formaten: vom 90-minütigen Schnupperworkshop bis zum intensiven 6-Tage-Programm und mehr.
Kinaesthetic Time Capsules™
[ˌkɪnɪsˈθɛθɪk taɪm ˈkæpsjuːl] Plural Noun
Analoge oder digitale Artefakte, die sensorische Erfahrungen des Körpers und der Körperbewegung archivieren, um sie in der Zukunft physisch wieder zu erleben.
Was ist das?
Kinaesthetic Time Capsules™ ist eine eigenständige Designmethode, die kulturelles Erbe, Identität und Selbstausdruck durch Spiel erforscht. Auf traditionellen Kunst- und Designpraktiken aufgebaut, entwickeln die Teilnehmenden die Mechaniken und Strukturen von Interaktionen durch künstlerische Prozesse, die Empathie, Körperlichkeit und gelebte Erfahrung in den Mittelpunkt stellen.
Was machen wir?
In den kulturellen Game Jams erkunden wir gemeinsames Kulturerbe und künstlerischen Ausdruck, bevor wir spielbare Prototypen entwickeln, die als Grundlage für physische Erlebnisse oder Proof-of-Concepts für digitale Plattformen dienen können, darunter Spielkonsolen, Mobile, VR/AR, interaktive räumliche Installationen und Touchscreens.
Für wen ist das?
Die kulturellen Kinaesthetic Time Capsules™ Game Jams sind für interdisziplinäre Zielgruppen konzipiert, besonders in Bereichen, in denen verkörperte Interaktion, emotionale Beteiligung und persönliche Verbindung zentral sind – zum Beispiel datengetriebene digitale Kommunikation, Museumsausstellungsdesign, Indie- und Kulturspiele sowie immersive oder partizipative Medien.
Deine Reise durch den Cultural Game Jam
Teil 1
Session 1 — Kulturelles Erbe des Spiels
Die Teilnehmer\*innen werden in die Grundlagen von Komposition und Formensprache eingeführt, um die zugrunde liegenden Ausdrucksstrukturen zu erforschen. Dabei werden Identität, Selbstausdruck, Spielziele und die Wirkung interaktiver Erlebnisse auf Körper und Emotionen betrachtet. Aktive Übungen fördern eine spielerische Haltung und machen mit sensorischem Design sowie dem kulturellen Erbe des Spiels vertraut.
Session 2 — Erstes Spiel + Digitale Empathie
Auf einem starken Fundament im Ausdruckswert von Spielen und interaktiven Medien tauchen die Teilnehmer\*innen aktiv in den Prozess des Interaktionsdesigns ein, um ihr erstes Spiel zu entwickeln. Sie erhalten eine praktische Methode für den Start des kreativen Prozesses sowie Werkzeuge, um die Nutzererfahrung (UX) im Blick zu behalten. Der Nachmittag schliesst mit Einblicken, wie digitale Welten und Interaktionsdesign Körper und Emotionen beeinflussen, und vertieft so das Verständnis für digitale Empathie und Körperlichkeit als künstlerisches Ausdrucksmittel.
Teil 2
Session 3 — Grundlagen Interaktionsdesign (1/2)
Tag 2 baut auf den Themen von Tag 1 auf und vermittelt einen umfassenderen Überblick über Prinzipien des Interaktionsdesigns. Themen sind Spielkomponenten, Affordanzen, Regeln, Spielmechaniken, Ziele und Balancing, alles im Kontext von Formensprache, Körperlichkeit und Empathie. Die Teilnehmer\*innen setzen eine Reihe von Spielen mit gängigen Komponenten zusammen, spielen sie und passen sie an. Sie werden ermutigt, Spielstrukturen zu adaptieren und zu experimentieren, als Vorbereitung für eigene Projekte. Körper, Würfel und Spielkarten werden dabei als Spielelemente genutzt. Die Aufgaben regen dazu an, Alltagsobjekte neu zu denken und in Spiele zu integrieren.
Session 4 — Grundlagen Interaktionsdesign (2/2)
Der Nachmittag baut auf den Übungen vom Vormittag auf und erweitert die Themen um Level- und Raumgestaltung sowie schachähnliche Spiele. Die Session endet mit Diskussionen über die Dokumentation von Designkonzepten, Testen, Iteration und Bodystorming.
Teil 3
Session 5 — Disability Aesthetics + Sensorische Konzeption
Nachdem die Teilnehmer*innen mit physischem Prototyping und Spielmechaniken vertraut sind, gehen die Aufgaben weiter zu Disability Aesthetics, also Konzepten, die über neurotypische und körperlich normative Perspektiven hinausgehen. Anschliessend folgt die Hauptaufgabe: eine eigenständige interaktive Erfahrung mit einem sensorischen Objekt von persönlichem Wert zu entwickeln. Die Teilnehmer*innen können dabei individuell oder im Team arbeiten.
Session 6 — Erfahrungsbasiertes Design
Die Teilnehmer\*innen entwickeln ihr finales Projekt weiter. Sie vertiefen ihr Verständnis für den umfassenden Wert von Formensprache, erhalten Tipps für eine klare Designrichtung (um das „Blank-Page-Syndrom" zu vermeiden), nutzen Musik zur Generierung sensorischer Ideen und wenden die „unzuverlässige Spielleiter"-Strategie an, um Engagement und Neugier der Spielenden zu steigern. Am Ende der Session haben sie ihren eigenen physischen Prototyp erstellt, ein tieferes Verständnis für den transformativen Wert von Interaktionsdesign auf das Publikum gewonnen und ihre Fähigkeit gestärkt, sich kreativ und interaktiv auszudrücken.
Dein Lehrer
Chris Solarski ist der gefeierte Autor von Drawing Basics and Video Game Art (Watson-Guptill 2012) sowie Interactive Stories and Video Game Art (CRC Press 2017) – branchenweit anerkannte Bücher über Game Art und interaktives Storytelling, die die Schnittstellen zwischen traditionellem Handwerk und Interaktionsdesign erforschen. Chris hat über 15 Jahre Lehrerfahrung, und sein unbeschwert-achtsamer Lehrstil sorgt dafür, dass alle Teilnehmer\*innen – unabhängig von Erfahrung und Hintergrund – spielerisch und entspannt in die kreative Welt des Game Designs eintauchen.

Befürwortungen
Beispiele für spannende Spiele aus vergangenen Workshops
Die Galerie unten zeigt ein Beispiel der aufregenden Spiele, die mit dem entwickelt wurden Kinaesthetic Time Kapseln Methode, die Themen rund um sensorisches Design, digitale Empathie, psychische Gesundheit, Neurodiversität, Behinderung, HCI und Verkörperung behandelt und dabei typische konfliktbasierte Spielmechaniken vermeidet.
Häufig gestellte Fragen
Zu den wichtigsten Themen des Workshops gehören:
- Wie wirken sich Spielmechaniken auf den Körper und die Emotionen des Spielers aus, um eine künstlerische Wirkung zu erzielen, und wie können wir dieses Wissen für Selbstdarstellung und digitale Empathie nutzen?
- Welche Ausdrucksqualitäten haben Videospiele, die sie von traditionellen Künsten erben und übertreffen?
- Wie können sich Einzelpersonen, Kinder und kulturelle Gruppen an der gemeinsamen Entwicklung von Spielen beteiligen?
- Wie kann Game-Design immaterielle Kultur und Tradition vermitteln?
- Wie können Spiele sich sinnvoll mit psychischer Gesundheit und Behinderung auseinandersetzen?
- Welche Rolle spielen Spiele in traditionellen Museumsumgebungen?
- Wie können wir uns im Zeitalter von KI, Metaversum und digitalen Spielen spielerisch mit der taktilen Welt um uns herum verbinden?
- Welche Rolle spielen Papierprototyping und „Body-Storming“ im Entwicklungsprozess digitaler Spiele?
Die Aufgaben sind zugänglich und ohne Bildschirm, wobei der Schwerpunkt auf Papierprototyping und Body-Storming liegt. Es sind weder Vorkenntnisse im Spieledesign noch Programmierkenntnisse erforderlich.
Es wird empfohlen, dass die Teilnehmer mit der Zusammenstellung einer Prototyping-Toolbox beginnen, die mit Standardspielkomponenten und verschiedenen sensorischen Objekten gefüllt ist, mit denen sie spielerisch experimentieren können. Für die Zwecke des Workshops stellen die folgenden Gegenstände die minimalen Materialanforderungen dar:
- Buntstifte
- Markierstifte
- A4-Papier
- Karton
- D6 Würfel
- Auswahl an geometrischen Formen
- Schere
- Selbstklebeband
- Kreppband
- Handy zur Dokumentation von Übungen
Um an Online-Workshops teilnehmen zu können, ist es wichtig, Folgendes zu haben:
- Stabile Internetverbindung
Eine zuverlässige Internetverbindung sorgt für eine reibungslose Teilnahme und vermeidet Unterbrechungen während des Workshops. - Computer mit Audio- und Videofunktionen
Sie benötigen einen Computer mit einem funktionierenden Mikrofon und einer Kamera für die Kommunikation und Interaktion während der Sitzungen. - Zoom-Anwendung installiert und getestet
Stellen Sie vor dem Workshop sicher, dass die Zoom-App installiert ist und ordnungsgemäß funktioniert. Testen Sie Ihre Audio- und Videoeinstellungen im Voraus, um sicherzustellen, dass Sie für die Sitzung bereit sind. - Discord-Konto (optional)
Ein Discord-Konto ist zwar optional, kann aber deine Erfahrung verbessern, indem du dich mit anderen Teilnehmern verbinden, auf Ressourcen zugreifen und Updates erhalten kannst. Es wird empfohlen, dies im Voraus einzurichten, wenn du mehr mit der Community in Kontakt treten möchtest.
- Zahlung und Rückerstattungen
Rückerstattungen sind möglich, wenn sie mindestens 15 Tage vor dem Workshop beantragt werden. Keine Rückerstattung, sobald der Workshop begonnen hat, außer in Fällen schwerwiegender unvorhergesehener Umstände (z. B. medizinische Notfälle). Anfragen werden von Fall zu Fall geprüft. - Geistiges Eigentum und Aufzeichnung
Das Aufnehmen, Weiterverteilen oder Teilen von Workshop-Inhalten (einschließlich Screenshots) ist strengstens untersagt. Alle Kursmaterialien, Übungen und Aufzeichnungen (falls bereitgestellt) sind urheberrechtlich geschützt und nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt. - Technische Anforderungen und Verantwortlichkeiten
Die Teilnehmer sind dafür verantwortlich, vor der Sitzung sicherzustellen, dass sie über eine stabile Internetverbindung und die erforderlichen Software/Tools verfügen. Für technische Probleme auf Seiten des Teilnehmers werden keine Rückerstattungen gewährt. - Verhalten und Teilnahme
Respektvolles Verhalten wird erwartet. Störende Teilnehmer können ohne Rückerstattung aus der Sitzung entfernt werden. - Stornierungen und Umplanungen
Wenn der Workshop vom Kursleiter abgesagt oder verschoben wird, erhalten die Teilnehmer eine vollständige Rückerstattung oder eine Gutschrift für eine zukünftige Sitzung.
Aus dem Studio


Kinaesthetic Time Capsules™
Ein kreativer Workshop zur Entwicklung von Spielen, der gemeinsames Kulturerbe und persönliche Geschichten durch Empathie und spielerische Interaktion erforscht.


Interview mit MuseoSpace
Ein Einblick, wie ich Kunst mit Game-Design und interaktivem Storytelling verbinde.












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